Interview Trainer der 1.Basketball Damen

Interview mit Michael Koopmann

 

  1. Stell dich bitte kurz für die vor, die dich noch nicht vom Basketball kennen.

Mein Name ist Michael Koopmann und bin seit ca.50 Jahren im Basketball unterwegs. Ich habe selber ca. 25 bis 30 Jahre in allen Ligen außer der 1. Bundesliga gespielt. Highlights als Spieler: Deutscher Meister mit der Niedersachsenauswahl U18 und 1 Saison 2. Bundesliga in Osnabrück. Verletzungsbedingt kann ich leider nicht mehr aktiv sein. Seit ca. 10 Jahren bin ich als Trainer unterwegs. Angefangen in Rulle, seit 2 Jahren beim SVC.

 

  1. Die Saison liegt hinter euch, wie würdest du diese im Nachhinein betrachtet bewerten? Was lief gut (Überraschungen)? Was lief aber auch nicht nach euren Vorstellungen?

Im Nachhinein muss man mit der Saison zufrieden sein. Das wir am letzten Spieltag noch hätten Meister werden können, ist eine echte Überraschung gewesen. Schwierig gestaltete sich zeitweise das Training aufgrund von Verhinderungen der Spielerinnen, sodass Spielsysteme schlecht einstudiert werden konnten. Aber auch die Trainingsmöglichkeit am Freitag in der Grundschule ist nicht optimal. Positiv zu erwähnen ist der Teamgeist und die Tatsache, dass sich alle Spielerinnen weiterentwickelt haben.

 

  1. Was sind nach einer so guten Saison die Ziele für die nächste?

Für die neue Saison wollen wir versuchen die Trainingsintensität noch zu erhöhen, ggf. eine Trainingseinheit für Athletik und Fitness anzubieten, wenn denn noch eine Hallenzeit zur Verfügung steht. Dann streben wir an, uns nächste Saison in der Oberliga im oberen Tabellenabschnitt zu etablieren. Sollten wir mit einer Wild Card einen Platz in der II. Regionalliga erhalten, würden wir dieses Abenteuer voraussichtlich angehen. Egal ob Oberliga oder II. Regionalliga wir starten mit dem Team aus der letzten Saison, obwohl einige Anfragen guter Spielerinnen vorlagen.

 

  1. Die Nachwuchsförderung läuft etwas problematisch im Verein, was könnte verbessert werden um bald auch Talente aus der eigenen Jugend zu gewinnen?

Nachwuchsförderung ist bei allen „kleinen“ Vereinen ein Problem, denn meistens stehen nicht so viele Trainer zur Verfügung, die schon am Nachmittag das Training leiten können. Dann ist da noch die Frage der Hallenkapazitäten, denn um Kinder dauerhaft für den Basketball zu begeistern, wird ein Training pro Woche nicht ausreichen. Außerdem stehen Kinder schon häufig früh unter Druck, gute Leistungen in der Schule abzuliefern und verfügen über ein riesiges Freizeitangebot. Meiner Meinung nach müsste mit den Grundschulen ein Konzept für Basketball AG entwickelt werden.

  1. Womit bist du im Hinblick auf die letzten Jahre sehr zufrieden? Welche Erfolge gab es zu verzeichnen

Für mich als Trainer war uns ist es immer wichtig gewesen, jede Spielerin und jeden Spieler im Rahmen seiner Möglichkeiten zu entwickeln. In diesem Zusammenhang freut mich besonders, dass z.B. Anna Eichmeyer den Sprung aus der Bezirksliga in die Oberliga geschafft hat. Ich muss aber auch gestehen, dass ich diese Saison gerne einen Titel geholt hätte.

 

  1. Wo siehst du die Basketballabteilung in 10 Jahren (Fortschritt, Rückschritt oder Stillstand)? Was wird sich vielleicht verändern?

Die Zukunft des Basketballs im SVC hängt unabdinglich mit der Jugendarbeit zusammen und es muss schnellstens geschafft werden, Kinder und Jugendliche für unseren Sport zu begeistern. Ich hoffe, dass auch die Spiele der Damen dazu beitragen können. Gegebenenfalls muss mit anderen Vereinen gesprochen werden, um über Spielgemeinschaften nachzudenken.

 

  1. Was könnte im Verein besser laufen? Was gefällt euch gut?

Vom Verein fühlen wir uns als Abteilung gut unterstützt. Dinge werden schnell organisiert bzw. umgesetzt. Für die Gegebenheiten in der Halle ist die Gemeinde Belm zuständig. Wir gehen davon aus, dass sowohl das Klima, als aber auch besonders die sanitären Anlagen in den Sommermonaten vernünftig renoviert werden. Ich möchte nächste Saison nicht nochmal gegnerische Mannschaften durch den Schnee zu den Umkleideräumen der Fußballer bringen müssen.