Belmer Kunstrasen-Rekord: Nach 23 Jahren „Austausch“

Bürgermeister-Lob für Concordia

Belm. Das dickste Kompliment kommt vom sichtlich beeindruckten, zufriedenen Bürgermeister. „Mit dem Verein haben wir eine gute und günstige Lösung gefunden. Das läuft alles fair, offen und ehrlich“, bescheinigt Viktor Hermeler dem SV Concordia Belm-Powe und dessen Vorsitzendem Christian Gartmann mit Blick auf den wie neu aussehenden Kunstrasenplatz, der in seinen Augen „über alle Erwartungen gelebt hat“ nicht zuletzt dank seiner Pflege.
Eine Rekordanlage, denn als normale Lebensdauer von Kunstrasen werden zwölf Jahre angegeben, was in Belm 23 Jahre gehalten hat. Denn erst Ende 2014 musste der Belag vom Dreck befreit und erneuert sowie die Strafräume und andere besonders strapazierte Stellen ausgehoben und ersetzt werden. Die Kosten für den „Austausch Kunstrasen“ betrugen 188338 Euro, zu denen das Land nach dem Antrag des Vereins beim Kreissportbund einen Zuschuss von 42000 Euro gab.
Vom Ergebnis machten sich Hermeler und Gartmann ein Bild beim Ortstermin zusammen mit Kreissportbund-Vizepräsident Winfried Beckmann, der die Landesmittel als „sehr gut angelegt in einem wahren Sportzentrum“ am Heideweg bezeichnete.

svc-belm-powe-kunstrase-136_full

Dabei lobte der Bürgermeister den Weitblick und die Eigeninitiative auch von Expräsident und Sponsor Peter Strohbecke, was den Kunstrasen für aktuell 18 spielende Fußballmannschaften – zum Teil in Gemeinschaft in 15 Jugendmannschaften mit dem Nachbarn SuS Vehrte – neben dem Naturrasen sowie das Leben auf der gesamten Anlage mit Sporthalle, Gymnastikhalle für Kleingruppen, Freiplätzen, Geschäftsstelle sowie Klubraum und Bistro „twenty seven“ betrifft. Gerade die Räumlichkeiten für Zusammensein und Geselligkeit sind mit viel Eigenarbeit entstanden und können auch außerhalb des Vereinsbetriebs gemietet werden. Das ist in den Augen des Bürgermeisters ein Indiz für gute Synergie bei einer „Win-win-Situation“ und kommt dem Leben in der Gemeinde Belm zugute.

Klar, dass Gartmann beim Ortstermin auch vom weiteren Wunsch sprach, die Fläche hinter den Kabinen zum Bau einer Halle für Ballsport, aber auch für mehr Gymnastik und Fitness für die aktuell knapp 1200 sowie neue Mitglieder zu nutzen. Hermeler sieht den SV Concordia „gut aufgestellt“ mit seiner Stärke im Breitensport und in der Jugendarbeit, was für die Qualität des Vereins spricht. Ebenso die Tatsache, dass die erste Herrenfußball-Mannschaft aus „Kindern des Vereins“ besteht – ein Beweis für gute Jugendarbeit und Vereinstreue.

Quelle: NOZ